Regenwassernutzung

Attraktive Regenspeicher für Haus und Garten

Wer Regenwasser über den Abwasseranschluss seines Grundstücks ableitet, der wird in Deutschland bei den zu zahlenden Abwassergebühren kräftig zur Kasse gebeten. Denn die Preise für Frisch- und Abwasser steigen kontinuierlich. Rohrnetze müssen gebaut, erneuert und unterhalten werden.

Unter anderem Essen und Trinken, Duschen und Körperpflege, Wäsche, Putzen und Toilettenspülung sorgen für einen hohen Verbrauch: Rund 150 Liter Wasser verbrauchen wir pro Person in Deutschland hierfür täglich. Das Sprengen von Rasenflächen und Gießen von Pflanzen ist hierbei noch gar nicht berücksichtigt. Da macht es natürlich Sinn, über effektive Einsparmöglichkeiten nachzudenken und die Anschaffung einer Regentonne zu erwägen. Mit dem in einem Regenfass gesammelten Wasservorrat lässt sich auch bei der Bewässerung des Gartens viel Geld sparen, da der Bezug von Trinkwasser erheblich reduziert wird. Das Sammeln von Wasser in einem mobilen Regenspeicher erweist sich außerdem als deutlich kostengünstiger als die Nutzung eines Brunnens, Erdtanks oder einer in den Boden eingelassenen gemauerten Zisterne. Von der einfachen Regentonne bis zur dekorativen Amphore gibt es jede Menge Wasserbehälter, die in Form und Farbe leicht an die häuslichen Gegebenheiten angepasst werden können. Sie eignen sich optimal dazu, Geld zu sparen und natürliche Ressourcen zu schützen. Jedoch sollte beim Kauf der Regentonne auf einige Dinge geachtet werden.

Regentonne spart im Garten viel Geld und schützt Ressourcen

„Marennes 17 Bidons eaux pluviales La Cayenne 2014“ Photo: JLPC CC BY-SA 3.0In aller Regel fassen Regenspeicher zwischen 200 und 2000 Liter. Sie lassen sich drinnen und draußen platzsparend nahezu überall aufstellen. Das kostenlose Regenwasser wird üblicherweise mittels eines Fallrohrs in die Regentonne geleitet. Aus ihr kann man die gewünschte Wassermenge leicht mit einem Eimer entnehmen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, ohne großen Aufwand einen Auslaufhahn zu montieren, der die Entnahme wesentlich erleichtert. Nicht nur die Einsparung kostbaren Trinkwassers schont Geldbeutel und Umwelt: Auch die Regentonnen selbst werden heute zu 100 Prozent aus Recycling-Material hergestellt.

Wichtige Ansprüche an die Regentonne

Jeder Behälter, der zum Sammeln von Wasser genutzt wird, sollte möglichst frostsicher sein. Dabei sind zwei Wege möglich: Einerseits wird das Regenfass frostsicher, wenn es eine thermische Isolierung mitbringt, die verhindert, dass das enthaltene Wasser bis zum Gefrierpunkt gekühlt wird. Andererseits gilt ein Regenspeicher als frostsicher, wenn das Material eine gewisse Dehnbarkeit besitzt, die heute bei nahezu allen verwendeten Kunststoffen vorausgesetzt werden kann. Als frostsicher gelten auch Regenspeicher, die in die Erde eingelassen werden können. In europäischen Breitengraden herrscht bereits ab einem Meter Tiefe eine konstante Temperatur im Plusbereich, durch die der Inhalt der Regensammler im flüssigen Aggregatszustand bleibt.



Auf welche Extras sollte beim Regenfass geachtet werden?

Um Tiere nicht unnötig zu gefährden, sollte eine Regentonne auf jeden Fall mit einem Deckel versehen werden. Die handelsüblichen Deckel bringen eine Aussparung für das Fallrohr der Dachentwässerung mit. Außerdem gibt es Sockel für die Regentonne sowohl in runden als auch in eckigen Formen. Damit wird die Entnahme des Regenwassers vor allem dann erleichtert, wenn der Tank im unteren Bereich mit einem Ablasshahn ausgestattet ist. Dieser sollte durch den Sockel so hoch kommen, dass Gießkannen und Eimer komfortabel darunter gestellt werden können. Die Ablasshähne für die Regentonne sollten genormte Größen besitzen, damit sie mit Gartenschläuchen und Pumpenschläuchen verbunden werden können.

Interessantes Zubehör für die Regentonne

Wer mit dem gesammelten Wasser ein automatisches Bewässerungssystem betreiben möchte, benötigt ergänzendes Zubehör für die Regentonne. Filter lassen sich beispielsweise bereits am Ende des Fallrohrs anbringen, von dem das Wasser in den Sammelbehälter eingeleitet wird. Dieser Aufbau hat den Vorteil, dass Schmutzpartikel und Mikroorganismen gar nicht erst in die Tonne gelangen. So werden dort das Risiko von Algenbildung und die Vermehrung gefährlichen Keimen spürbar reduziert. Außerdem kommt diese Vorgehensweise der Lebensdauer der Regenspeicher zugute. Für einen hohen Nutzerkomfort sorgen außerdem digitale Füllstandsanzeigen. Sie ersparen dem Besitzer das Abnehmen des Deckels zur Kontrolle des Wasserstands.

Die handelsüblichen Bauformen der Regentonne

Zu Beginn wurden zum Sammeln von Regenwasser ausrangierte Bier-, Wein- und Whiskyfässer verwendet. Wer diese traditionelle Optik liebt, kommt auch heute noch zum Zug, denn viele Händler bieten Regenfässer in dieser Bauform an. Auch sie gibt es in vielen unterschiedlichen Größen. Kindersicherungen sind bei Holztonnen ebenso selbstverständlich wie eine leichte Handhabe zur Anbringung eines Drehhahnes oder eines Schlauches zur Wasserentnahme. Dieses Zubehör gibt es übrigens für sämtliche Regenspeicher. Und auch die Pflege ist denkbar einfach: Es reicht vollkommen aus, die Behälter einmal im Jahr zu reinigen. An einem schönen und zweckmäßigen Regenspeicher kann man jahrzehntelang seine Freude haben.Auch sie gibt es in vielen unterschiedlichen Größen. Kindersicherungen sind bei Holztonnen ebenso selbstverständlich wie eine leichte Handhabe zur Anbringung eines Drehhahnes oder eines Schlauches zur Wasserentnahme. Und auch die Pflege ist denkbar einfach: Es reicht vollkommen aus, die Behälter einmal im Jahr zu reinigen. An einem schönen und zweckmäßigen Regenspeicher kann man jahrzehntelang seine Freude haben.„Rain barrel“ von Jan Tik – Flickr. CC BY 2.0

Weiterhin sind Regenfässer im Handel, die vom Aussehen her an die hölzernen Waschtröge erinnern, die noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts auch in deutschen Haushalten verwendet wurden.
Ein weiteres optisches Highlight ist die Regentonne mit integrierter Pflanzschale. Der eigentliche Zweck dieses Objekts ist lediglich am Zulauf und am Ablauf zu erkennen. Besonders begehrt sind dabei die Modelle in Baumstammoptik. Wer die Bepflanzung der integrierten Schale klug auswählt, kann auch das Fallrohr der Dachrinne hinter einer „grünen Wand“ verstecken.

Eine ebenso interessante wie attraktive Alternative zur konventionellen Regentonne ist der Säulentank, den es ebenfalls in mehreren Farben gibt. Er bietet neben seiner bestechenden Optik auch ein großes Speichervolumen. Der Säulentank wird in aller Regel an der Hauswand angebracht. Er nimmt nur wenig Platz weg und eignet sich durch seine reizvolle Gestaltung selbst als Speicherobjekt auf der Terrasse. Verblüffend echt wirken dagegen platzsparende Wandtanks im Holzdesign. Zeitlos elegant und in weiteren stilvollen Varianten sind sie ideal geeignet, auf komfortable Art genügend Regenwasser zu sammeln, um Rasen und Sträucher, Beete und Rabatte im Sommer genügend Feuchtigkeit spenden zu können.

Wird ein Grundstück mit mediterranem Flair gestaltet, bietet sich die Bestückung mit einer Regentonne in Form einer großen Amphore an. Andere Varianten erwecken den Eindruck einer steinernen Säule oder eines Pollers. Das bedeutet, dass sogar ein multifunktionaler Einsatz beispielsweise als Hilfsmittel der Gliederung eines Grundstücks in unterschiedliche Bereiche möglich ist. Die schlichtesten Modelle haben einen runden oder eckigen Querschnitt und sind mit einem Fassungsvermögen von bis zu 500 Litern in verschiedenen Farben erhältlich.

Der Wandtank als interessante Bauform

Der Wandtank hat gegenüber den anderen Varianten der Regentonne den Vorteil, dass er auch eine Kapazität von mehr als einem halben Kubikmeter haben kann. Die Positionierung an einer Hauswand hat den Vorteil, dass sich die saisonale Nutzungsdauer gegenüber den frei stehenden Modellen erheblich verlängert. Da der Wandtank in verschiedenen Designs angeboten wird, lässt er sich perfekt an das Aussehen der Fassade anpassen. Der Wandtank schafft gleichzeitig einen zusätzlichen Sockel, der zum Aufstellen von Blumentöpfen, Blumenkästen oder dekorativen Objekten genutzt werden kann. Auch die Optik eines hölzernen Fensterladens mit Lamellen lässt sich mit einem Wandtank als Regentonne problemlos schaffen.

Die Regentonne spart auch im Haushalt viel Geld

Traditionell ist die Regentonne für die Versorgung des Gartens mit kostengünstigem Regenwasser zuständig. Doch immer mehr Hausbesitzer bevorzugen die duale Wasserversorgung in ihren Haushalten. Der Grund ist, dass der Bezug von Trinkwasser immer teurer wird. Die Verwendung von Trinkwasser ist an vielen Stellen auch gar nicht notwendig. Wird eine Regentonne beispielsweise auf einer Terrasse in einem der oberen Stockwerke aufgestellt, kann sie durch die bloße Ausnutzung der Schwerkraft die Toilettenspülung im Erdgeschoss versorgen. Schon für die Spülung nach dem „kleinen Geschäft“ werden mehrere Liter Wasser benötigt. Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt kann allein durch diese Art der Einbindung der Regentonne in die Hauswasserversorgung dreistellige Summen bei den Kosten für den Trinkwasserbezug pro Jahr sparen.

Auch die Waschmaschine kann mit dem Wasser aus einer Regentonne betrieben werden, was noch einmal für eine erhebliche Kostenersparnis sorgt. Allerdings sind hier spezielle Filtersysteme erforderlich. Doch dabei handelt es sich im Gegensatz zum Wasserbezug um einmalige Anschaffungen, die noch dazu eine lange Lebensdauer mitbringen. Hier ist auch zu beachten, dass das aus der Regentonne bezogene Wasser üblicherweise eine höhere Temperatur als das Leitungswasser hat. Dadurch sinkt der Energiebedarf der Waschmaschine. Zumindest können damit die Energieaufwendungen ausgeglichen werden, die durch den Betrieb einer Pumpe zum Aufbau des notwendigen Drucks in der Zuleitung erforderlich ist.



Die Regentonne schont eine der wichtigsten Lebensgrundlagen

Wasser gehört zu den grundlegenden Dingen, die der Mensch zum Leben braucht. Deshalb erklärte die UNO im Jahr 2010 auch den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu den zu gewährleistenden Grundrechten eines Menschen. In vielen Ländern der Welt ist dieses Grundrecht auch in der Verfassung verankert. Sauberes Wasser sollte deshalb nicht verschenkt werden.

Bei der Aufbereitung zu Trinkwasser kommen verschiedene Technologien zum Einsatz, bei denen beispielsweise Kiesfilter durch die notwendige Belüftung den Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid bewirken. Für den Transport des Trinkwassers durch die Leitungssysteme ist eine Chlorierung erforderlich. Viele Länder der Welt müssen Trinkwasser durch den Betrieb von Meerwasserentsalzungsanlagen gewinnen. Dafür ist eine Erwärmung des Meerwassers notwendig. Die Energie wird häufig aus Kraftwerken bezogen, von denen hohe Umweltbelastungen ausgehen. Wer so viel Regenwasser wie möglich verwendet, schont also auch langfristig das globale Klima und die gesamte Umwelt.

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